Lieber Besucher,

28 Feb

willkommen auf dezembra.de. Auf dieser Website finden Sie Informationen zu mir und meiner Arbeit. Als Journalistin und Autorin lebe ich, um davon zu erzählen. Begegnungen mit interessanten Menschen, ungewöhnliche Situationen, spannende Experimente: Im Blog schreibe ich mehrmals wöchentlich über Themen, die mich momentan bewegen. Außerdem finden Sie auf den folgenden Seiten aktuelle Artikel und viele literarische Veröffentlichungen.

Ich freue mich, wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich ein wenig umzusehen – und wenn Sie wiederkommen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Anne Zegelman

Google im Blick behalten

17 Mai

[Dieser Artikel ist am 15. Mai in der FNP auf der Ratgeberseite erschienen. Ein spannendes Thema, das uns alle angeht...]

Der Nutzer ist nicht völlig hilflos. Allerdings entfernt der Konzern nur dann Suchtreffer, wenn die entsprechenden Seiten gegen Google-Statuten verstoßen.

Von Anne Zegelman

Google

Frankfurt. Das Internet vergisst nicht. Dass dieser Spruch in den letzten Jahren nichts von seiner Gültigkeit verloren hat, zeigt sich immer wieder, wenn plötzlich alte Fotos und längst überholte Informationen aus den Tiefen des Netzes an die Oberfläche geschwemmt werden. Was sich jedoch geändert hat, ist der Umgang der Suchmaschinen mit diesem Problem. Gerade, wenn es um Verleumdung oder sachlich falsche Informationen geht, haben Nutzer heutzutage gute Chancen, den schmähenden Eintrag entfernen zu lassen.

Immer wieder machte Google in der jüngsten Zeit Schlagzeilen. Die ehemalige First Lady Bettina Wulff verklagte den Konzern, weil ihr Name zusammen mit automatischen Suchbegriffen wie „Rotlichtvergangenheit“ oder „Escort“ in der Suche erscheint. Ein viel größeres Problem als die automatische Erweiterung um bestimmte Begriffe in der Google-Suche („Autocomplete“) sind für den nicht-prominenten Nutzer jedoch falsche oder gar rechtswidrige Inhalte, die weiter unten bei den Webseiten-Treffern angezeigt werden.

Dubioser Inhalt

Landet der Name aufseiten mit dubiosem Inhalt, kann das ruf- und geschäftsschädigend sein. Deshalb beschäftigt sich mittlerweile ein gesamter Dienstleistungszweig mit diesem Thema und nennt sich selbst vollmundig „Online-Reputationsmanagement“. Unternehmen wie Web-killer.de und Reputationsverteidiger.de kontaktieren den Webmaster der betreffenden Seiten, auf denen die unliebsamen Inhalte liegen, und versuchen, ihn zu einer Löschung zu bewegen. Haben sie dabei keinen Erfolg, hilft rechtlicher Beistand.

Fakt ist: Um einen ungewollten Treffer in der Google-Suche zu vermeiden, muss der Inhalt zunächst von der Webseite gelöscht werden. Gelingt das nicht, können Nutzer versuchen, den Eintrag wenigstens aus der Suchmaschine löschen zu lassen, so dass er bei künftigen Suchen nicht mehr angezeigt wird.

Der Bundesgerichtshof hat gestern entschieden, dass die Autocomplete-Funktion von Google im Einzelfall rechtswidrig sein kann.

Dabei kommt es jedoch auch auf den Charakter der Daten an, die entfernt werden sollen. Bei Kontaktinformationen, Telefonnummern, Mailadressen oder Benutzernamen sind die Chancen eher gering, eine Löschung zu erwirken. Anders sieht es hingegen aus, wenn der eigene Name oder der Name des Unternehmens auf einer Seite mit pornografischem Inhalt gelandet ist. Porno an sich ist im Web zwar nicht verboten – den Nutzer zu täuschen, zum Beispiel durch einen falschen Namen, verstößt jedoch gegen die von Google festgelegten Qualitätsrichtlinien für Webmaster. In diesem Fall ist eine Löschung aus den Suchergebnissen begründet.

So oder so wird Google zunächst einmal prüfen, ob der Antrag auf Löschung aus den Suchergebnissen gerechtfertigt ist. Ähnlich geht das Unternehmen auch vor, wenn Bankkonto- oder Kreditkartennummern, ein Bild der handschriftlichen Unterschrift oder die Nummer eines offiziellen Ausweisdokuments ungewollt ins Netz gelangt sind.

Diebstahl der Identität

„Auf Wunsch entfernen wir persönliche Daten aus den Suchergebnissen, wenn wir der Meinung sind, dass Sie dadurch bestimmten Risiken wie Identitätsdiebstahl oder finanziellem Betrug ausgesetzt sind“, heißt es in den Google-Richtlinien.

Übrigens: Stand der Inhalt auf einer eigenen Webseite und wurde gelöscht, wird aber immer noch bei Google angezeigt, kann man den Treffer sowohl aus den Suchergebnissen als auch aus dem Cache (zeigt alte Webseiten-Versionen) löschen lassen. Dafür muss man sich lediglich als Webmaster im Admin-Bereich von Google registrieren.

Von Schneiderinnen und Gräfinnen

12 Mai

April-GewitterIch habe eine spannende Lesewoche hinter mir. Die Bücher des Autorenpaars Iny Lorentz habe ich schon immer gemocht – und “April-Gewitter” folgt nicht nur einer langen Tradition interessanter Historienromane, sondern auch einem packenden ersten Teil namens “Dezembersturm”. Ich wusste nicht, dass dies der zweite Teil der Geschichte rund um Fridolin, Lore und eine junge Komtess namens Natalia ist, als meine Mutter mir das Buch zum Lesen gab. Doch irgendwie kam mir die Handlung, auf die im Lauf des Buches immer wieder verwiesen wurde, doch sehr bekannt vor.

Im ersten Teil lebt die junge Lore nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater Nikolaus von Trettin in Ostpreußen. Beide hausen in ärmlichsten Verhältnissen, doch Lore ahnt nicht, dass Trettin eigentlich ein wohlhabender Mann ist, der sein Geld vor seinem verhassten Neffen versteckt. Im zweiten Teil siedeln Lore und ihr Mann Fridolin Ende des 19. Jahrhunderts von Bremen nach Berlin über. In ihrer neuen Heimatstadt stößt die junge Ehefrau jedoch auf eine breite Ablehnung innerhalb der feinen Gesellschaft. Während ihr Mann Karriere als Bankier macht, kämpft Lore mit bösartigen Intrigen und ahnt nicht, dass ihre Vergangenheit sie längst eingeholt hat.

“April-Gewitter” ist in erster Linie ein hübscher Historienschinken für regnerische Frühlingstage – das verrät ja schon der Titel. In zweiter Linie legt das Autorenpaar mit dem 707 Seiten langen Roman eine interessante Studie der preußischen Gesellschaft vor, in der Titel und militärischer Rang deutlich mehr galten als Charakter und Integrität. Auf mich wirkte der Standesdünkel der Romanfiguren irritierend und überzeichnet, doch Iny Lorentz sind bekannt für ihre gut recherchierten Geschichtsromane – und ihre Faktentreue. Und so liefern sie auch im Anhang dieses Buches wieder einen geschichtlichen Abriss mit, der die Handlung in die tatsächlichen politischen Geschehnisse dieser Zeit einordnet:

War Preußen einige Generationen vorher noch ein verhältnismäßig moderner Staat gewesen, zählte es mittlerweile mit seinem Wahlrecht, das nur wohlhabende Bürger ausüben durften, und seinen Gesetzen zu den Schlusslichtern in Sachen Menschenrechte und Demokratie. Studenten konnten wegen geringer Vergehen der Universität verwiesen und vom Stduium ausgeschlossen werden. Ebenso konnten missliebige Untertanen aus politischen Gründen in die Provinz verbannt werden. Preußen wurde immer mehr zum Militärstaat, in der die Uniform alles und der Mensch nichts galt. (Anhang, Seite 710)

Dementsprechend wird in “April-Gewitter” kommandiert und salutiert, es wird duelliert, geätzt, intrigiert und geschimpft – und jede Menge Wert auf den vordergründig guten Ruf gelegt. Als Tochter des Feminismus tut es mir in der Seele weh, zu lesen, wie Lore ihren Beruf aufgeben soll, weil eine arbeitende Ehefrau dem Ansehen ihres Mannes schaden könnte. Und auch der hochnäsige Standesdünkel und die peinliche Betonung des Adelstitels sind schwer auszuhalten. Doch so ähnlich kann es durchaus gewesen sein. Und das macht die Bücher von Iny Lorentz jedesmal zu einer spannenden und lehrreichen kleinen Zeitreise, garniert mit historischen Belegen. Was das betrifft, sind die beiden sogar noch genauer und näher an politischen Ereignissen als Petra Durst-Benning, die ja auch einen großen Namen in der Historienroman-Ecke hat.

Übrigens: Wie ich beim Googeln für diesen Artikel erfahren habe, gibt es noch ein drittes Buch über Lores und Fridolins Leben namens “Juli-Regen”. Und das habe ich eben spontan online geshoppt. ;)

“Dezembersturm” und “April-Gewitter” von Iny Lorentz sind bei Knaur erschienen und kosten neu jeweils 9,99 Euro. Gebraucht habe ich sie bei Amazon aktuell nicht entdecken können. Sie sind auch als Kindle-Version und als Hörbücher erhältlich.

Umweltschutz im Namen des Herrn

11 Mai

[Dieser Artikel ist am 2. Mai in der Bad Vilbeler Ausgabe der Frankfurter Neuen Presse erschienen. Für die Recherche war ich für einige Stunden im Kloster Engelthal in Altenstadt (Wetterau) - einem sehr friedlichen, achtsamen Ort nah am Himmel.]

Schwester Caterina Görgen führt das Altenstädter Kloster Engelthal in eine energiesparende Zukunft. Die Schwestern heizen mit Erdwärme, Holzpellets und Sonne, die Toilettenspülung funktioniert mit Regenwasser. So viel Einsatz begeistert auch das Bistum Mainz. Ein himmlisches Energiekonzept.

Von Anne Zegelman

Schwester CaterinaAltenstadt. Ein wenig bang war Schwester Caterina Görgen schon zumute, als sie im Dezember die Heizölanlage abschaltete. Würde der Übergang zur neuen, durch Holzpellets betriebenen Heizanlage funktionieren? Oder würden die Ordensfrauen womöglich im Kalten sitzen? „Natürlich muss man auf die Hilfe des Himmels vertrauen“, sagt Schwester Caterina. Es hat sich gelohnt, die neue Anlage sprang an und läuft seitdem. Als Notlösung hat die patente Verwaltungsleisterin des Klosters Engelthal trotzdem einen alten Heizölbrenner behalten. „Man weiß ja nie“, sagt sie lächelnd. „Denn letztlich muss man bei solchen Fragen schon mit beiden Beinen auf der Erde stehen.“

Das Kloster in der malerischen Landschaft Altenstadts hat eine lange Geschichte und einen modernen Auftrag. „Wir bemühen uns um einen achtsamen und respektvollen Umgang mit den Menschen, den Dingen und der Natur“, sagt Schwester Caterina. „Das wollen wir auch angesichts der aktuellen ökologischen Herausforderungen in unserer Welt umsetzen.“ Bereits 2003 haben die 19 Schwestern sich deshalb auf den Weg in die energetische Zukunft gemacht und seitdem viel erreicht. Das beeindruckte auch das Bistum Mainz, das die Altenstädter Schwestern und ihr ganzheitliches Öko-Konzept nun auszeichnete.

„2003 haben wir noch über 80 000 Liter Heizöl im Jahr verbraucht“, erzählt Schwester Caterina. Also fingen sie und ihre Mitschwestern an, Energie zu sparen: „Wir haben isoliert, wo es ging, und ansonsten oft auch die Heizung heruntergedreht. Zwei große Räume haben wir zum Beispiel gar nicht mehr genutzt, sondern uns in kleinereren Zimmern versammelt.“

2006 bot ein Bauprojekt dann die Chance, das gesamte Energiekonzept des Klosters zu überdenken. Zwei Gebäudeflügel mussten abgerissen und neu gebaut werden. Die Schwestern entschieden sich, statt mit Öl künftig mit Erdwärme zu heizen. „Der Neubau war ein ökologischer Meilenstein“, findet Schwester Caterina. Und der Startschuss für weitere Veränderungen. Für den Neubau des abgerissenen Klosterteils wurden vor allem natürlich Baustoffe wie Ziegel, Stein und Holz aus vorwiegend heimischen Vorkommen verwendet.

Die alten Klostergebäude werden seit Dezember 2012 mit einer Holzpellet-Heizung gewärmt. Die Schwestern stellten um auf Ökostrom, installierten sogenannte Maximumwächter, die ab einem bestimmten Spitzenwert elektrische Geräte automatisch und nach Priorität abschalten.

Ihre Wasserversorgung haben die Schwestern bereits vor einigen Jahren neu organisiert; sie benutzen Regenwasser zur Toilettenspülung im Gästehaus und Neubau des Klosters, haben einen Brunnen zur Gartenbewässerung gebohrt und erweitern das alte Zisternensystem, das noch auf die Zisterziensische Tradition der Klostergründunderinnen zurück geht.

Nun kommt noch Sonnenkraft dazu: Die Fundamente für die ersten Solaranlagen sind bereits gegossen, bald sollen hier 66 Quadratmeter Photovoltaik-Zellen errichtet werden. Und auch über Dachflächen, die für die Sonnenenergiegewinnung in Frage kommen, hat Schwester Caterina schon mit dem Denkmalamt verhandelt. Ihr ehrgeiziges Ziel: „Wir möchten eine hundertprozentige Versorgung durch erneuerbare Energien!“

Die energetischen Neuerungen haben die Nonnen übrigens aus eigener Tasche gezahlt. 250 000 Euro kosteten die Holzpellet-Heizung und die Solarzellen für die gerade entstehende Photovoltaik-Anlage, 100 000 Euro kostete das Erdwärme-Heizungssystem mit Fußbodenheizung im Neubau. „Wir haben bereits lange dafür gespart, mit Unterstützung unserer Stiftung und Spenden ist es uns gelungen, das zu stemmen“, so Schwester Caterina. „Das war uns wichtig, wir wollten selbst einen Beitrag leisten.“

Die Verwaltungsleiterin und Geschäftsführerin des Klosters ist die treibende Kraft hinter der Erneuerung, eine Art himmlische Energie-Visionärin. „Die Achtsamkeit im Zusammenleben von Mensch und Natur, die Segnungen und Gefahren der Technik – all das hat mich schon seit der Schulzeit interessiert“, sagt Schwester Caterina.

Ohne den Hausmeister des Klosters, Norbert Gurb, sei all das aber nicht möglich gewesen: „Er war auf der Baustelle, wenn ich mich meinen anderen Aufgaben widmen musste, und hat den ganz direkten Kontakt zu den Handwerkern gehalten.“ Und auch der zuständige Bistumsmitarbeiter Michael Helwig und Johannes Krämer, Baudezernent der Diözese Mainz, hätten einen großen Anteil. „Gemeinsam mit ihnen haben wir uns auf den Weg gemacht“, sagt Schwester Caterina. Die Bemühungen spiegeln sich auch im Motto, das die Schwestern seit 2006 führen: „Wo Himmel und Erde sich verbinden“. Es könnte nicht besser passen.

Premiere

11 Mai

Freaky FrankfurtLetztens sprachen wir über etwas, über das Frauen in den Dreißigern nicht häufig sprechen. Ein Thema, das bei Teenagern eine unglaublich große Bedeutung hat – und das schlagartig an Brisanz verliert, sobald es, sagen wir mal, erledigt ist. “Wann hattet Ihr eigentlich Euer erstes Mal?”, fragte eine in die Runde, als wir bei Frankfurt and Friends in der Jordanstraße zusammensaßen und auf unsere veganen Kichererbsentaler warteten. Vor Schreck hätte ich beinahe meine 4,20 Euro teure Cola Light verschüttet.

Die Frage ist pikant. Denn mit Freundinnen, die man nicht gerade noch aus der Schulzeit kennt, spricht man nicht übers erste Mal. Warum auch? Das ist ein Relikt aus einer ganz lang vergangenen Zeit. In der Regel folgt dem ersten Mal ein zweites. Ein Drittes. Zehntes. Hundertstes. Die Fragestellung ist spätestens seit den Zwanzigern ja eine andere. Da geht es dann ums beste Mal. Ums schlechteste Mal. Um Qualitäten und Quantitäten der einzelnen Liebhaber, um den exotischsten Ort und die schlimmsten Verhütungspannen. Wen interessiert da denn noch das erste Mal, das in all seiner Bedeutungsschwere bei den meisten doch eine verzitterte, peinliche Angelegenheit war und in der Regel vor allem dazu diente, endlich mitreden zu können?

Meine Freundin jedenfalls interessierte es, deshalb fragte sie. Und brachte uns alle zum Erzählen. Die meisten aus der Runde waren 17, vielleicht 18. Eine war älter beim ersten Sex – und die Fragerin deutlich jünger, nämlich 15. Diese Information musste dann aber doch laut bejault und diskutiert werden. Zu unserer Premierenzeit, also Anfang des neuen Jahrtausends, war 15 schon ziemlich extrem, die meisten starteten mit etwa 17 Jahren. Zumindest ist das mein objektiver Eindruck. Wie alt die Kids wohl heute sind? Und ob sie noch genauso aufgeregt sind? Oder hat der erste Sex in unserer übersexualisierten Gesellschaft, in der schon mittags nackte Brüste im Fernsehen gezeigt werden, eine ganz andere Bedeutung als noch vor zehn, 15 Jahren?

Den Originaltext findet Ihr übrigens hier.

Corporate Identity

9 Mai

Seit ich Freiberuflerin bin, fällt mir das Abschalten etwas schwer. Das liegt aber weniger daran, dass ich die gesamte Zeit hindurch arbeite, sondern vielmehr daran, dass mein Unternehmen und ich eine Person sind – und dass ich das, was ich für mein Unternehmen tue, für mich selbst tue. Freiberuflerkollegen wissen sicher, wovon ich spreche. Deshalb habe ich den Abend des Feiertags genutzt, um jede Menge Visitenkarten, Adressaufkleber und Grußkarten im Schreibmaschinen-Look zu bestellen. Meine alte Hermes 3000 ist eines meiner liebsten Motive und soll deshalb künftig nicht mehr nur meinen Blog zieren. ;)

Corporate Identity

Ein paar Fotos

6 Mai

Hier ein paar Fotos von der Präsentation der Kinderwebsite http://www.kelkheim-entdecken.de am vergangenen Donnerstag. Wer wissen mag, was es mit der Website auf sich hat, findet hier alle Infos dazu. ;)

Alle Fotos stammen von Bettina Reuter-Kerl.

Schreiben für Kinder

2 Mai

Kelkheim entdecken

Heute morgen war ich auf einer Pressekonferenz in der Kelkheimer Stadtbibliothek. Doch anders als sonst gehörte ich diesmal zu den Veranstaltern. Seit gut einem halben Jahr habe ich gemeinsam mit einem tollen Team an einer Bildungshomepage für die Stadt Kelkheim gearbeitet. Dabei herausgekommen ist eine bunte Seite speziell für Grundschulkinder und Kids der Übergangsklassen, auf der wir allerlei kindgerechte Texte rund um die Stadtgeschichte, historische Bauwerke und vieles mehr zusammengetragen haben.

Nun ist www.kelkheim-entdecken.de online gegangen. Das Besondere: Anders als zum Beispiel bei Wikipedia sind alle unsere Texte durch den Stadtarchivar und verschiedene andere Kontrollinstanzen auf ihre Richtigkeit überprüft worden und können so bedenkenlos für Hausaufgaben und Schulreferate benutzt werden. Ein schönes und sehr sinnvolles Projekt. Die Idee hatte Kelkheims Kulturreferentin Dr. Beate Matuschek, finanziell verwirklicht wurde das Bildungsforum von den Kelkheimer Rotariern.

Die Pressekonferenz war dank des Perspektivenwechsels eine spannende Erfahrung. Als Journalistin kenne ich solche Veranstaltungen ja zur Genüge. Doch das Gefühl ist ein ganz anderes: Normalerweise komme ich mit einer gewissen Erwartungshaltung zu Pressekonferenzen, will meine Fragen beantwortet kriegen und die Informationen anschließend gut vorbereitet am liebsten auf USB-Stick mitnehmen. Und ich will, dass es schnell geht, weil ich viele Folgetermine habe und mich nicht verspäten mag. So ging es auch den Kollegen, die heute morgen zur Pressekonferenz in den Raum Guttenberg kamen. Neben dem Höchster Kreisblatt (und dem Fotografen Hans Nietner, der sofort zielstrebig auf mich zusteuerte, weil er dachte, ich sei ebenfalls fürs HK da) waren auch die Rundschau, die FAZ, Mix am Mittwoch und die Kelkheimer Zeitung gekommen.

Ich gebe es zu: Als Mitveranstalterin war ich schon ein bißchen aufgeregt, als ich meinen Teil der Seite vorstellte und von verschiedenen Seiten interviewt wurde. Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt. ;) Und natürlich auch auf die Fotos, von denen so einige in den nächsten Tagen in den Zeitungen auftauchen werden…

Falls Ihr mal reinschauen wollt: Ich habe die Texte über die Kirchen und einige Bauwerke geschrieben und alle Kelkheimer Schulen vorgestellt.

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